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Wroclaw – Eine Stadt trumpft auf

_MG_1532.JPG Wir haben vorher viel Positives gelesen und gehört, aber Wroclaw (oder Breslau) ist wirklich sehenswert.
Nichtsdestotrotz sollten wir vorn beginnen – 9:15 Uhr am Bahnhof Crimmitschau. Wir trafen uns also zu besagter Zeit und stiegen in den um etwa 10 Minuten verspäteten Zug nach Leipzig. Die Fahrt darf man getrost als ereignisarm bezeichnen und auch die Weiterfahrt nach Dresden war kein besonderes Highlight.
Wir erreichten Dresden am Hauptbahnhof und begaben uns für ein kleines Mittagsmahl zu McDonalds. Das war  recht einfallslos, das geben wir auch zu, aber die Möglichkeiten waren begrenzt. Mit den Resten des McD-Essens bestiegen wir den Zug nach Wroclaw Glowny. Dieser Zug der DB war leider viel zu modern und direkt – also kein sympathisch-nostaligischer Museumszug mehr.  Schade.
_MG_1557.JPG Um uns herum begannen zunehmend mehr Menschen polnisch zu reden und irgendwann waren wir dann in Wroclaw. Wir schoben uns aus dem erstaunlich hübschen Bahnhof und begaben uns auf die Suche nach einem Hostel. Wir mussten nicht weit laufen als wir das Babel Hostel erreichten. Über eine etwas seltsame Klingelanlage gelangte man in das Haus und im zweiten Stock fanden wir schließlich das Hostel.
Ein Mann begrüßte uns, nannte uns die 3 Preiskategorien und zeigte uns die Zimmer. Das 10 bed dorm sollte es schließlich werden. Zahlen konnten wir mangels Zloty leider nicht, weshalb wir Eriks Ausweis hinterlegten und Geld wechseln gingen. Erik spielte hier den Testballon und wurde mit einem desaströsen Wechselkurs abgestraft. Egal. Es reichte zum Bezahlen des Hostels und wir konnten endlich ins Zentrum laufen.
Und jetzt wurde es gewissermaßen magisch: Breslau ist wirklich eine Reise wert. Die Innenstadt ist wunderbar restauriert und zeigt sich von ihrer allerbesten Seite. Der Marktplatz ist fantastisch, aber auch die Region rund um den Fluss (die Oder) mit ihren Inseln ist sehr hübsch. Wir besuchten eine Kirche und wanderten ausgiebig durch die Straßen.
Irgendwann wurden wir hungrig und so kamen wir schließlich in ein kleines Restaurant in der Nähe des Marktes. Wir aßen gebratene Piroggen mit Remoulade, tranken polnisches Bier und schloßen Freundschaft mit der Kellnerin. Es war einfach herrlich.
Zum Tagesabschluss flanierten wir (zusammen mit den zahlreichen Studenten/innen) durch die Stadt und landeten schließlich auf den Inseln in der Oder, die ein echter Treffpunkt der örtlichen Jugend zu sein scheinen. Wir drehten ausgiebige Runden und verkosteten dabei weitere lokale Biersorten.
Irgendwann zog es uns dann doch wieder Richtung Hostel und genau da sind wir jetzt. Um es knapp zu sagen: Breslau ist eine wundervolle Stadt voller glücklicher, junger Menschen. Fast schon ein Paradies.

Weitere Details gibt es demnächst!

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Eine Fährfahrt die ist lustig..

P1040296.JPG Das war knapp. Als ich aufwachte, zeigte meine Uhr 9:10. Um 10 ist Check-out. Auch unsere Herbergsleiterin kam und erinnerte an die Uhrzeit, aber da waren wir schon aktiv: Zeugs packen, ab ins Bad, Bett abziehen und auschecken. Im Sturmschritt ging es zum KONZUM und mit frisch gekauftem Frühstück zum Hafen. In der prallen Sonne standen wir für ein Ticket nach Vis an und wurden mit “Next one is two thrity” belohnt. Also warteten wir am Bahnhof (der gleich am Hafen ist und der einzig schattige Platz weit und breit war) auf die Fähre, genossen dabei unser frisch erstandenes Frühstück und schwitzen. Der Weg auf die Fähre war etwas von Drängelei geprägt, aber der klimatisierte Sitzplatz war es wert. Erik schlief etwas und ich tippte Qype-Bewertungen (siehe: Qype )in den iPod.

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Kurz vor der Einfahrt in den Hafen – wir waren mittlerweile auf dem Oberdeck – lernten wir Rafael kennen. Folgendes fällt dann in die Kategorie mehr Glück als Verstand. Rafael, Ritter des Malteserordens (i.R. oder so) fragte nach ob wir nach Vis wollten und bat uns -unter der Voraussetzung das wir gute Jungs sind- ein Doppelzimmer an. Unsere Preisverhandlungen liefen nur mäßig erfolgreich (trotzdem nach Budapest die zweitgünstigste Nacht) und mit Handschlag machten wir die Buchung fest. Er zeigte uns noch während der Einfahrt in den Hafen sein Haus und erklärte alle Sehenswürdigkeiten und Gegebenheiten der Insel. Das Zimmer ist tatsächlich schön, wenn auch einiges im Haus noch restauriert wird. Wenn Rafael damit fertig ist, wird es wirklich fantastisch aussehen. Nächster Halt: KONZUM. Abendbrot und Vorräte kaufen (morgen ist Sonntag – wir denken mit). Nur wenige Meter von der Unterkunft entfernt befindet sich ein Badestrand und die Chance nutzten wir. Das Wasser ist klar und kühlt angenehm. Wir schwammen etwas und beobachteten mit der Taucherbrille die Fische unter uns. Einer Reihe von Schildern folgten wir anschließend zum St.Georgs Fortress, einer britischen Festung aus dem 19.Jahrhundert. Vollkommen verlassen und verwachsen präsentierte sich die Ruine auf dem Berg – und wir erkundeten sogar die Dachterrasse. Im Halbdunkel etwas unheimlich, aber sehr schön und spannend. Rafael beglückwünschte uns zu unserer Wanderung die sonst “nobody, i can tell you: nobody” macht. Jetzt hätte er dann doch gern ein Bild von uns. Gesagt getan: Die Resultate seht ihr ja (das Gemälde im Hintergrund zeigt ihn zu seinen besten Zeiten). Morgen gehen wir wieder. Rafael findet das traurig und wir auch ein kleinwenig.