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Die perfekte Überschrift folgt noch…

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Der Wecker ließ uns den Donnerstag eher beginnen, als wir wollten. Die Botschaft öffnete um 9 und wir wollten das ganze so schnell wie möglich hinter uns bringen. Los ging es also zur nächsten Metrostation, das Ticket wurde gekauft und wir setzten uns in den diesmal halbleeren Bus (welch Ironie des Schicksals – schon hat man kein Gepäck mehr, denkt gar keiner daran uns im Bus zu bedrängen). Wir kamen am Hauptbahnhof an und beschlossen, vorerst im Fundbüro nachzufragen, ob eine Geldbörse abgegeben wurde – aber irgendwie konnte uns hier keiner weiterhelfen. Wir erkundigten uns am Ticketschalter, man teilte uns mit, dass es im Bahnhof kein „Lost And Found“ gebe, wir uns aber im Fundbüro der Stadt erkundigen könnten. Die Frau gab uns die Adresse und die Telefonnummer – wir entschieden uns, es telefonisch zu probieren. Am anderen Ende meldete sich ein Mann. Wir erklärten ihm das Problem, doch er meinte, in den letzten Tagen sei kein Portemonnaie abgegeben worden, aber wir sollen es doch in ein paar Tagen noch einmal versuchen: „Das dauert immer ein ganzes Stück“. Wir hatten nicht wirklich Hoffnung hinein gesetzt, aber etwas enttäuscht waren wir trotzdem.
_MG_2616.JPG Nächste Station: Fotoautomat. Ich lächelte einmal ganz nett, ließ die Maschine meine 5€ fressen und drückte auf „Drucken“. Heraus kamen große und kleine (wirklich nicht schöne) Bilder. Ein Blick auf die Stadtkarte verriet uns nun, wie wir am besten zur Deutschen Botschaft kommen würden. Diese war auch schnell gefunden. Eine Polizistin, die zur Wache vor der Tür stand, teilte uns jedoch mit, dass nur eine Person die Botschaft betreten dürfe. Das bedeutete für Paul erst einmal Erholung von mir. Er setzte sich (wie ihr bereits wisst) in ein Cafe und trank gemütlich einen Cappuccino, während ich mich mit den Behörden rumärgern musste.
Ich betrat den Warteraum, zog eine Nummer und setzte mich. Außer mir waren noch 4 weitere Kunden da – ein Mädchen (anscheinend auch Interrailerin) kam mir von Anfang an bekannt vor, ich würde wetten, wir haben sie und ihre Freundinnen in Split gesehen. Nach einer Weile blinkte auf dem Bildschirm die Nummer 84 auf – mein Zeichen. Ich ging zum Schalter und erklärte dem jungen Mann dahinter die Sache mit meinem Ausweis und das ich dringend einen Ersatz für den Flug bräuchte. Er verstand sofort. Nachdem er den Polizeibericht überflogen hatte, sah er mich besorgt an: „Du bist also noch minderjährig? Ich brauche ein Einverständnis deiner Eltern, um dir einen vorläufigen Ausweis ausstellen zu dürfen.“ – na ganz große Klasse. Ich füllte zunächst einen Antrag aus (2 Seiten, auf denen exakt das gleiche stand) und gab dem Botschaftler den ganzen Zettelkram, den er haben wollte. Währenddessen telefonierte er nach Crimmitschau, um meine Identität zu überprüfen. Ein Wunder – der Computer in Crimmitschau kannte mich und es wurde eine Kopie meines Ausweises per Email verschickt. Jetzt bestand nur noch das Problem mit dem Einverständnis der Eltern. Nachdem eine Frau am Schalter 2 nach einer gefühlten Stunde ihren Auftritt (und man kann wirklich sagen AUFTRITT) beendet hatte, trat ich ans Telefon und beanspruchte mein Gedächtnis sehr. Die Handynummer meiner Mutti war die Einzigste, die ich halbwegs auf die Reihe bekam (zuhause war ja aus Arbeitsgründen keiner zu erreichen). Also rief ich Mutti an und konfrontierte sie damit. Nach einer Weile war die Email-Adresse von D. (der junge Mann am Schalter) durchgegeben und ich musste mich jetzt vollkommen auf die Fähigkeiten meiner Eltern verlassen. Ich setzte mich also wieder hin und beobachtete das weitere Geschehen. Kurze Zeit später winkte mich D. zu sich hin. „Ich glaub dir jetzt einfach, dass die Email gleich noch kommt. Wenn das unter uns bleibt, mach ich dir das Zeug fertig und dann kannst du gehen!“ sagte er und zwinkerte mir zu – ein Netter, oder? Früher als gedacht war ich also wieder draußen und konnte Paul Gesellschaft leisten. Ich bestellte ebenfalls einen Cappuccino und wir saßen noch eine Weile. Als wir genug geglotzt hatten, zahlten wir und liefen Richtung Bahnhof zurück. Dort schlenderten wir durch einige Läden (auf der Suche nach einem neuen Portemonnaie), doch als wir nicht fündig wurden, machten wir uns wieder auf den Heimweg. Durch viele viele … viele Parks und Straßen fanden wir den Weg so ungefähr, machten hier und da noch einen Umweg, schauten uns auf verschiedenen kleinen Märkten um, kauften ein paar Weintrauben und gingen dann zurück in die Unterkunft, um eine Pause einzulegen. Die Hitze machte einen fertig – das war schlimmer, als der lange Fußmarsch.
_MG_2509.JPG Am Abend wollten wir den Urlaub noch angemessen ausklingen lassen und setzten uns in ein Lokal gleich um die Ecke. Nach dem Antipasti – Bruschetta – kam der Hauptgang (für Paul zwei Hauptgänge). Er bestellte erst Spaghetti mit einer leckeren Pesto-Soße und anschließend noch einen Hühnchenteller (oder so etwas in der Art). Ich gab mich mit einer großen Portion Spaghetti mit Tomatensoße zufrieden. Zum Schluss entwickelten wir Appetit auf etwas Frisches und orderten ein Gericht namens „Früchte der Saison“. Was wir bekamen, war eher eine Frucht der Saison. Ein großes Stück Melone mittig auf dem Teller platziert – nicht das, was wir uns vorgestellt haben, aber trotzdem lecker. Voll bis zum Rand zahlten wir und mussten unbedingt noch eine Verdaurunde laufen, sonst wären wir auf der Stelle geplatzt. Wir schlenderten am Tiber-Ufer entlang und betrachteten Jugendliche, die sich bereit für die nächtlichen Partys machten. Erschöpft kamen wir wieder in der Via La Goletta an – später als vorher geplant. Und so begann die letzte Nacht im Urlaub…

Selbstauslöser #02

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Wie die Zeit vergeht: Heimreise

Da steht er also: Der letzte Nachtzug. Schon komisch – eben hat der Urlaub begonnen und schon ist er wieder vorbei. Fast zumindest, denn zunächst sollten wir versuchen unsere Plätze zu finden. Mittlerweile haben wir ja richtig Erfahrung in dieser Disziplin und so dauert es nicht lange bis wir in einem Abteil sitzen.
Noch sind wir allein, aber laut Reservierungskärtchen an der Tür wollen noch 2 weitere Leute mit uns fahren. Wenig später kommt dann auch eine Frau (Deutsch, Mitte – Ende Zwanzig, Stimmung eher so mittel) und nimmt einen der beiden Plätze ein – der Andere bleibt vorerst frei. Die Gute ist zwar nicht so gut gelaunt, quengelt etwas herum und scheint sich nicht wirklich auf die Zugfahrt (für sie bis Berlin) zu freuen, aber mit ihr kann man sich gut arrangieren. Ein wenig Zustimmung hier, ein bedächtiges Nicken da – schon ist sie zufrieden und lehnt sich zurück.
A propos Zurücklehnen: Dieser Wagen (seltsamerweise im Besitz der MAV-Start, also der Eisenbahngesellschaft Ungarns – seltsam weil: in Prag eingesetzt, über Dresden und Berlin, Endhalt Warschau) übrigens verfügt über Sitze mit Liegeposition – leider ist es eher eine Sparvariante. Vielleicht sind auch einfach die Schrauben locker geklappert, denn der Winkel der Lehne ändert sich um schätzungsweise 2° und die Sitzfläche rutscht sagenhafte 4cm nach vorn. Luxus pur also.
Durch die 3 freien Sitze konnte ich es mir richtig bequem machen und gerade als ich schlafbereit war, hielt der Zug in Wien-Meidling und es stiegen weiter Passagiere zu. Weg war er, mein Platz zum Füße hochlegen. Manchmal verliert man – und manchmal gewinnen eben die Anderen. Eine Weisheit, die einer meiner Bauhofkollegen gern benutzte.
Der letzte freie Platz im Abteil führt dann bald zu einer Umsortierung, in deren Folge mein Fußplatz wieder frei wurde. Ich schlief zufrieden und einigermaßen bequem ein. In Pardubice wachte ich wieder auf (zwischendurch war ich kurz wach, weil wie üblich nach meinem Ticket gefragt wurde, aber das stört routinierte Nachtzügler nicht) und zusammen mit Erik stellte ich fest, dass wir theoretisch schon in Prag sein sollten. Es war immerhin um 4. Die beiden zuletzt Zugestiegenen verließen den Zug und es wurde wieder etwas Platz im Abteil. Schlafen ging trotzdem nicht mehr so wirklich. Also philosophierten wir etwas herum und schon etwa 5:15Uhr, also mit nur etwas mehr als einer Stunde Verspätung waren wir tatsächlich in Prag.
Da die Gepäckabgabe noch geschlossen, und alles in allem auch nicht übermäßig billig war, entschieden wir unseren Aufenthalt im Bahnhof zu verbringen. Die Geschäfte hier gehören sowieso zu den ersten die öffnen und draußen ist auch nichts los. Schon um 6 öffnete der örtliche Billa, wo wir nach kurzer Preis- bzw. Währungsgewöhnphase ein Frühstück zusammenkauften.
In der Wartehalle verbrachten wir dann recht müde die nächsten 2 Stunden. Und zwar mit Essen, Lesen, Musik hören und Leute beobachten. Gerade Letzteres lohnt sich immer wieder: Es ist erstaunlich wie man gewisse Stereotypen überall wiederfindet. Meine Lieblinge sind ja die Alternativen, von denen man rein optisch 3 Kategorien unterscheiden kann: (1) die in lockerer Leinenkleidung, (2) die mit irrsinnig teurer Marken Wander- und Campingausrüstung, sowie (3) die Mischform aus 1 und 2. Doch trotz scheinbarer Gegensätze sind sich alle Ähnlich – und irgendwie auch ganz sympathisch.
Wie dem auch sei. 8:50 Uhr war dann unser Zug nach Decin auf Gleis 7 angekommen und wir schnappten uns ein leeres Abteil, dass wir nach der Fahrkartenkontrolle verschlossen um etwas zu schlafen. Platz hatten wir genug, geschlafen habe ich auch entsprechend gut, aber die (kunst-[?])ledernen Sitze waren als Unterlage doch eher widerlich – wer bitte liegt gern auf solchen glatten, atmungsunaktiven Oberflächen?!
In Decin ging es weiter in den nächsten Zug, der überraschenderweise der DB gehörte. Ein tschechischer Schaffner, der zwar keine Silbe Englisch konnte, aber umso besser gelaunt war, kontrollierte uns sehr nett, konnte aber leider keine Auskunft geben, wo wir ein Sachsenticket bekommen könnten, bzw. warum der Fahrkartenautomat im Zug ausgeschaltet ist. Da auch an der Grenze kein Personalwechsel erfolgte konnten wir einfach bis Bad Schandau durchfahren und dort am Automat eins erwerben.
Zum Glück muss man sagen, denn als die Schaffnerin durch war, sagte ich zu Erik: “Kennst du diese Wesen mit den Flügel hinten dran, die Feuer spuken?” – denn das war die wohl treffenste Beschreibung für die gute Dame. Knallhart. Sie traut scheinbar keinem, denn Erik musste zu seinem Sachsenticket den Ausweis vorlegen (sie wollte überprüfen, ob der Name auf dem Ticket tatsächlich einer unserer Namen ist – eine Praxis, die ich so zum ersten Mal gesehen habe) und von einem älteren Mann, wollte sie einen Berechtigungsschein vorgelegt bekommen – ich glaube es ging um eine von ihm in Anspruch genommene Vergünstigung und ich glaube auch, dass das Vorzeigen dieser Berechtigung nicht zum Standart gehört: der gute Herr war doch recht überrascht von dem Wunsch unseres Drachens.
Dresden kam dann recht bald und mit Dresden kam eine einstündige Wartezeit, die selbstverständlich sinnvoll genutzt wurde: Wir gingen Essen.
Der vorletzte Zug der Reise (der Franken-Sachsen-Express, der uns nach Zwickau brachte) war nach dem zweiten (dem Franken-Sachsen-Express, der uns von Zwickau nach Dresden brachte) der schlimmste der ganzen Reise. Die Neigetechnik verursacht auf dieser Route katastrophale Schwankungen und man neigt zur Seekrankheit. Siehe Prag – die Reise beginnt.
Empfangen wurden wir natürlich auch ganz brav, als wir pünktlich 15:17 Uhr in Crimmitschau ankamen. Heimat, du hast uns zurück.

Schlossgarten, Nickerchen, Prater, Schnitzel

Die Überschrift fasst den Tag ganz gut zusammen: Nach unserem Checkout, schlossen wir unsere Rucksäcke im Hostel kostenlos ein und gingen ein kleines Frühstück einnehmen.
Voller Energie ging es mit der U-Bahn zum Schloss Schönbrunn, wo wir durch den sehr gepflegten und ausgesprochen weitläufigen Park wanderten. Irgendwie wurde es dann doch anstrengend und unter dem Einfluss der Hitze entschieden wir uns für ein Nickerchen – wiedermal. Neben einer Hecke fanden wir eine schattige Bank und 2 Stunden später waren wir dann wieder wach.
Nächster Halt: Museumsquartier. Wir durchforsteten die lustigen Geschäftchen und füllten unsere Trinkflaschen auf.
Der Prater sollte die nächste Station werden – und dort die Black Mamba. Ein Video von dem was da passiert werden wir bald nachreichen. Ums kurz zu machen: Angst, Adrenalin und Beschleunigungskräfte. Die Wildwasserfahrt danach (bei der ich als EINZIGER der Gruppe klitschnass wurde) war dagegen Kindergarten. Aber trotzdem lustig.
Und jetzt im Moment sind wir beim feierlichen Tagesabschluss – Im Schnitzelhaus gab es gerade ein Riesen-Wiener-Schnitzel (etwa 40*40cm), das seinen Name verdient hat. Vollkommen gerädert sitzen wir jetzt hier und verdauen. Morgen um die Zeit sitzen wir zuhause. Komisch, oder?

Wien, Klappe die Zweite

Wien empfing uns mit offenen Armen. Als endlich unsere Unterkunft gefunden war, ich mich am Bankomat wieder liquide gemacht hatte, wir geduscht waren, unser Gepäck im Schrank verstaut war und wir mit Pauken und Trompeten an der Onlinebestellung eines Sachsentickets gescheitert ware , gingen wir zum Bahnhof zurück. Wir reservierten 2 Sitzplätze für den Nachtzug nach Prag am 21.8. und liefen zum gefühlten 180., tatsächlich aber erst zum 5. Mal die Mariahilfer Straße herunter. Wir schlenderten durch ein paar Geschäfte und irgendwann saßen wir mit einer Ladung Süßkram auf einem Kunstwerk vorm Museumsquartier und beobachteten die Menschen um uns: Skater, die an ihren Tricks scheiterten, Punks, Hippies und Ähnliche saßen friedlich herum, Touristen schlenderten hin und her und eine Gruppe Orangegewandter sang “Hare Krishna” und trommelte dazu.
Das Museumsquartier ist im Ganzen rechts sehenswert. Es stehen im Innenhof z.B. IKEA Sofas statt normalen Sitzbänken, die Stimmung ist sehr angenehm und “kreativ”, …
Bevor wir uns in die Hostellobby setzten, aßen wir noch Chinanudeln, groß (Erik) und Thai-Huhn, scharf (Paul). Ein Genuss. Und die Beschreibungen stimmten: Meins war scharf ohne Ende, und Erik nach Seinem restlos satt.
Im Hostel kümmerte Erik sich um die Musik (er spielte Gitarre) und ich mich (mit Lisa) um die Bebilderung des Blogs.
Gute Nacht!

Suppe und Schnäppchenpreise

Unsere Fahrt von Lyon nach Zürich war nicht ganz so geradlinig, wie die meisten bisherigen Städtewechsel, aber mit 2 Mal umsteigen war die Sache noch vertretbar. Ok. Ich gebe zu: Nachts macht Umsteigen keinen besonderen Spaß, weil man ja lieber mal schlafen würde.
DSC00621.JPG Von Lyon nach Geneve, also Genf, schlief ich gar nicht, von Genf nach Bern, wenigstens ein bisschen und von Bern nach Zurich zwar fast durch – aber der fuhr nicht einmal 2 Stunden.
Doch es gab durchaus Highlight in der Nacht. Bern nämlich. Dort hatte. Wir nämlich eine etwas längere Wartezeit – über 3 Stunden. Kurzerhand entschlossen wir uns “Bern bei Nacht” zu erkunden. Da wir aber noch eine montenegrinische Tütensuppe hatten und kein Camping mehr in Sicht ist, suchten wir zunächst einen Park. Hinter einem großen, recht imposanten Gebäude fanden wir einen: Bänke, dezente Laternen, Schachfelder und ein Ausblick über das nächtliche Bern. Und dann ging alles ganz schnell: Gaskocher an, Wasser rein, Suppe hinterher, umrühren, fertig!
Vor dem Panorama des nächtlichen Bern, genossen wir dann also eine Tütensuppe aus Montenegro, Schlumpfgummibärchen und Pfirische. Ganz allein waren wir jedoch nicht: 2 Füchse liefen ab und zu durch das Gebüsch und fauchten sich an.
Als wir satt waren und uns (vom Essen und Kochen) erholt hatten, begann unser Zentrumsrundgang, bei dem wir feststellten, dass das Haus in dessen “Garten” wir gespeist hatten, das Parlament der Schweiz repräsentiert.
Vorm Bahnhof fanden wir dann WLAN und reservierten das günstigste Hostel, dass wir in Wien (nähe Westbahnhof) finden konnten. Wie ihr im folgenden Mitschnitt hören könnt, wurde das sogar musikalisch untermalt.
Singen in Bern at Bern by thePB
Zum Zug mussten wir dann zwar sprinten, aber immerhin war Wien jetzt sicher.
In Zürich angekommen lernten wir Crescendo Largo kennen. Das zumindest stand auf dem Namensschild unseres netten Schweizer Ticketschaltermenschen. Er versicherte uns, dass wir, trotz der nicht-Gültigkeit unseres Tickets in Deutschland, den Nachtzug Zürich-Wien auch nutzen dürfen, wenn der über deutsches Gebiet umgeleitet wird – die Baustelle sei ja nicht unsere Schuld. Mit gutem Gefühl und Sitzplatzreservierung, wechselten wir etwas Geld (zum fatalen Wechselkurs von 1:1) und verstauten unser Gepäck in einem Schließfach am Bahnhof. Unser Plan -mal eben- etwas zu Essen scheiterte an den Preisen: Ein einfaches belegtes Brötchen gibt es nicht unter 6 Franken (also Euro!!!), ein Döner kostet 9 Franken. Unbezahlbar!
Also liefen wir nur eine kleine Stadtrunde zum Züri(ch)see und entschieden uns dann für einen Supermarkt. Etwas günstiger war es dort Brötchen und Belag zu kaufen – aber immer noch ziemlich teuer.
Danach wanderten wir auf einen kleinen Berg und schliefen fast 3 Stunden auf 2 Bänken in einem weitläufigen Park.

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Etwas wacher und kraftvoller wanderten wir in die Altstadt und besuchten diverse Geschäfte, unter Anderem einen Plattenladen, sowie ein Geschäft für Brettspiele (und sonstige Spielwaren).
Nach einem Abendbrotshopping im COOP, lernten wir noch eine von Europa begeisterte 65jährige Kalifornierin kennen, brachen dann aber wieder Richtung Bahnhof auf.