Category Archives: Zagreb

Gewinnspiel

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Wir versuchen nun etwas ganz Neues: ein Gewinnspiel. Es geht nicht um Geld, es geht nicht um große Prämien, es geht eher um den Spaß. Ich hoffe ich begebe mich damit nicht auf rechtlich dünnes Eis, aber da es hier nicht um gewerblichen Gewinn oder ähnliches geht, bin ich zuversichtlich.

Wir sind jetzt bereits zwei Mal mit Standseilbahnen gefahren: In Zagreb und Ljubljana. Aber waren das wirklich Standseilbahnen? Wie lauten die korrekten Bezeichnungen für diese beiden (durchaus verschiedenen) Bahnen?
Hier kommt eure Aufgabe: Findet heraus wie die korrekten Namen sind und wie man derartige Bahnen unterscheidet. Bitte schreibt die Antworten in die Kommentare. Unter allen Teilnehmern verlosen wir einen Kunstgegenstand, den wir in Bologna erworben haben. Viel Spaß – wir freuen uns auf eure Antworten!

UPDATE: Ich hab dieses Rätsel für kinderleicht gehalten und mit vielen Einsendungen gerechnet. Aber ihr denkt zu kompliziert und ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. Also nochmal besser: (I) Sagt mir bitte wie man das Funktionsprinzip hinter den beiden Bahnen nennt. (II) Fortgeschrittene Teilnehmer finden heraus was der Unterschied zwischen den beiden Bahnen ist und (III) einen besonderen Bonuspunkt gibt es wenn ein weiteres mögliches Funktionsprinzip einer solchen Bahn genannt und kurz erläutert werden kann. 
Für jede beantwortete Teilfrage wird ein Los in den Topf geworfen. Wer also alle 3 Fragen beantworten kann, hat dreimal höhere Chancen als jemand der nur eine Antwort nennt. 

Bewertungen #04

Nachtrag: Unser Hostel in Podgorica – Hostel Nice Place

In Zagreb schliefen wir im Hostel Palmers Lodge:

Idiot!

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Selbstauslöser #08

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Die Hauptstadt mit dem Kleinstadtflair.

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Unser Nachtzug nicht gerade komfortabel und gut geschlafen hatte keiner von uns so richtig – denn als dann etwa 6:15 der Weckgong durch den Zug hallte, blickten wir in verschlafene Gesichter. Da sind wir nun also in Zagreb, der Hauptstadt Kroatiens.
Wir trotteten auf den Bahnhof und suchten in der Bahnhofshalle WC und Infoschalter – beides fanden wir nur bedingt: Der Zugang zu Ersterem befindet sich gut versteckt auf dem Bahnsteig und die Information war geschlossen. Einige Zeit später waren diese Probleme dann trotzdem gelöst. Unter anderem weil wir einen Ständer mit einigen Infoflyern entdeckten und so recht zielstrebig zu einem nahegelegenen Hostel fanden._MG_2273.JPG
Das Palmers Hostel machte einen guten Eindruck: sauber, stilvoll eingerichtet und gut gelegen. Die Rezeption war unbesetzt, aber eine Klingel forderte auf, sie zu betätigen um einen Rezeptionist zu rufen. Nach etwa 10 Minuten warten und dreimaligem klingeln kam dann ein anderer Gast aus dem Aufenthaltsraum und sagte, dass der zuständige Hostelmitarbeiter eingeschlafen sei und er ihn jetzt mal wecken werde.
Tatsächlich kam wenig später ein noch recht verschlafener, aber sehr netter Mann und entschuldigte sich für die Wartezeit. Wir erkundigten uns nach einem Zimmer und buchten kurz darauf 3 Plätze in einem 6er Dorm. Beziehen könnten wir diesen aber erst ab 12-13 Uhr wurde uns gesagt. Unser Gepäck brachten wir in der Zwischenzeit in einen Raum im Keller und gingen alle der Reihe nach Duschen. Kurz vor unserer Abreise in die Stadt zum Zeitvertrödeln, kam die Rezeptionistin (es hatte ein Schichtwechsel stattgefunden) und informierte uns darüber, dass die Bewohner unseres Raumes soeben ausgecheckt hätten, sie jetzt nur schnell neue Bettwäsche hole und wir dann in das Zimmer könnten. Das waren gute Nachrichten!P1060357.JPG
Im Raum “Maksimir” – alle Räume im Hostel waren nach einer Attraktion Zagrebs benannt und unserer eben nach dem Maksimir Park, der zu seiner Eröffnung 1794 der erste große öffentliche Park Südosteuropas war – schliefen noch 2 Gäste, als wir lautlos unser Gepäck hereintrugen und die Betten bezogen. Lisa blieb dann im Hostel, schlief ein wenig und schrieb etwas für die Gefahrenstelle, Erik und ich, gingen etwas einkaufen und machten eine Rast im Park gegenüber dem Hauptbahnhof. Gemeinsam blieben wir dann noch bis etwa um zwei im Hostel und machten uns dann auf den Weg.
Es war nicht ganz so warm wie die letzten Tage, aber trotzdem – oder gerade deshalb – genossen wir die 27 bis 30°C, als wir Richtung Kathedrale wanderten. Zagreb wirkt im Gegensatz zu Budapest oder Belgrad (ich spreche nicht vom Stadtkern – der ist überall ordentlich und gepflegt) ziemlich sauber und überraschte mit einem sonderbaren Kleinstadtflair. Viel Straßen – auch die in der unser Hostel liegt – sind typische Großstadtstraßen: So etwas gibt es in Kleinstädten nicht. Einige Teile des Zentrums hingegen, wie zum Beispiel der Bereich um die Kathedrale, wirkt ganz anders: kleinere Häuser, kleinere Straßen und kaum etwas erinnert an eine Hauptstadt. Das jedoch schadet Zagreb nicht, im Gegenteil: Es wirkt sympathischer und authentischer, wenn die Kathedrale alles deutlich überragt, als wenn sie zwischen den Häusern verschwindet.
Wir liefen durch lange Gassen, über große Plätze und verschafften uns so einen Eindruck von der Stadt. Wir entdeckten auch den Platz wieder, auf dem wir im vergangenen Jahr gegessen haben (und der jetzt gerade frisch gepflastert wird) und gingen dann für eine kurze Rast und Recherche ins Palmers zurück.
P1060360.JPG Recherchieren wollten wir folgendes: Wir hatten gehört, dass es in Zagreb eine Standseilbahn gibt, konnten aber nicht einmal ein Hinweisschild entdecken. Nach kurze Suche wurden wir fündig: Die Bahn liegt sehr zentral, aber in einer kleinen Gasse, die man schnell übersieht, ist 60m lang und überwindet einen Höhenunterschied von 30m. Achso: sie kostet natürlich auch etwas – 5kn, also etwa 80ct pro Person.
Zurück in der Stadt fanden wir sie dann auch – jedoch fanden wir sie auch dermaßen unspektakulär, dass wir direkt zum Essen gingen. Auf besagtem Platz gingen wir zu einem Imbiss und bestellten: Lisa einen “mala fitness salata”, Erik zwei “somun sendvic” und ich recht fantasielos einen Hamburger. Lisa erhielt die kroatische Interpretation eines kleinen Fitnesssalates: einen Nudelsalat, ich bekam einen riesiges Brötchenartiges Gebäckstück mit Ketchup, Majo, Salat, Gewürzgurke, Tomate und einer Scheibe Burgerfleisch und Erik hatte sich in der Größe der Sandwiches verschätzt: Nach 1,5 Sandwich musste er kapitulieren. Sie waren einfach viel zu groß.P1060367.JPG
Wir liefen weiter durch die Straßen, schauten noch einmal an der Kathedrale vorbei und irgendwann standen wir dann wieder vor der Standseilbahn. Diesmal aber am oberen Ende. Wir kauften jeder ein Ticket und fuhren hinab. Auf einem Platz ließen wir uns nieder und beobachteten die Menschen um uns herum. So endet ein Tag hier eben: Mit Flanieren und Beobachten – Sehen und Gesehen werden.

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Ein Tag im Zug

P1040245.JPG Gestern war ein seltsamer Tag. Aufgewacht im strömenden Regen – die Wäscheleine vorm Zelt fiel mir auch erst nach einigen Minuten ein – bauten wir in einer Regenpause das Zelt ab, zahlten unsere 5700 und marschierten zur Metro. Und von jetzt an passierte fast alles nur noch im Zug. Mit der M3 zur M2 (Umstieg in einer unausprechbaren Station – erinnert mich immer an Star Trek Voyager – Ferengi und so…) und von dort zum Bahnhof Budapest Deli. Der Zug nach Zagreb stand schon an Gleis 10 und wir stiegen auch gleich ein. Auf den bequemen Polstersitzen – vergleichbar mit einem Sofa – sollten wir, mit wechselnden Mitreisenden (unter anderem 2 sehr unästhetische junge Menschen mit einem Hündchen namens Daisy), die kommenden 6,5 Stunden verbringen.
Es ging vorbei am Balaton (dieser Teil der Fahrt war belastend: an fast jedem Bahnhof hielt der Zug – und der Balaton ist seeeehr lang) Richtung kroatischer Grenze wo wir 3 Mal kontrolliert wurden: Von den Ungarn, einer kroatischen Zollfrau mit Haaren auf den Zähnen und von den kroatischen Beamten.
Zagreb rückte dann rapide näher und in der Zeit beobachteten wir einen Brite, der seiner Freundin gewisse … Dinge auf den Oberschenkel malte. Aber er vollbrachte auch eine gute Tat: Mit Eriks Klebeband klebte er eine Tür zu, die vorher regelmäßig gegen unser Abteil schlug und sich regulär nicht verschließen ließ.

ZAGREB. Was soll ich dazu sagen? Ich habe mir die Stadt als relativ graues Örtchen vorgestellt, kam aus dem Bahnhof und war vollkommen fasziniert. Ein großer, gut gepflegter, bunter Park und dahinter eine wundervoll sanierter Stadtkern standen gewissermaßen vor uns. Überall Cafés, Restaurants und vor allem: Hunderte glücklich vor sich hin flanierende, hauptsächlich junge Menschen.
Wir wurden auch sofort freundlich empfangen: Eine Frau führte uns bis zum Geldautomat als wir sie (nur) nach dem Weg fragten und die auch die Kellner der Bar, in der wir speisten, erwiesen sich als sehr hilfsbereit – wir durften Eriks Notebook in den Privaträumen der Bar zum Laden anstecken und sogar die Mitarbeitertoilette benutzen. Nach einem reichhaltigen Menü aus durchaus ortstypischen Versionen bekannter Burger, Palatschinken und 2 verschiedenen, sehr leckeren, lokalen Biersorten waren wir einfach nur glücklich und zufrieden.
Und voller Glücksgefühle quetschten wir uns in einen hoffnungslos überfüllten Nachtzug nach Split. Departure: 22:55Uhr, Arrival: 7:30
Also ideal zum Schlafen. Eigentlich. Im Zug nach Zagreb, einem TAGzug gab es Liegesitze mit Kopfstütze. Der NACHTzug hatte das beides nicht. Geschlafen haben wir, aber mit vielen Unterbrechungen.
Und auch hier sprang mir die Gastfreundlichkeit förmlich entgegen: eine mittelalte kroatische Frau (meine Sitznachbarin zur Rechten) bat mir nicht nur die gemeinsame Armlehne, sondern während einer meiner Wachphasen auch eine saftige Birne (und ein Taschentuch zum Mund abwischen) an.

Bilder folgen später! Immerhin eins ist jetzt da.