Grüß Gott, wir sind in Österreich.

_MG_2397.JPG

Wir erwachten – welch Überraschung, denn hier waren wir ja eingeschlafen – in den Doppelstockbetten des Youth Hostels in Ljubljana und freuten uns schon auf das angekündigte und bereits bezahlte ausgiebige Morgenmahl. Im Frühstücksraum wartete ein wunderbares Buffet auf uns (die Ironie klingt hier schlimmer, als es gedacht war). Es bestand aus einer Kiste voller Brötchen, einem Teller mit Leberwurst und Einem mit Käse, ein paar Cornflakes und einer kleinen Getränkeabteilung mit Kaffee, Tee und Saft. Als wir dann nach nicht allzu langer Zeit aufgegessen hatten, konnten wir stolz von uns behaupten, das komplette Angebot ausprobiert zu haben (bis auf dem Kaffee).
Wieder auf unserem Zimmer, packten wir die restlichen Sachen zusammen, checkten aus und liefen Richtung Bahnhof. Um 11:28 Uhr startete unser Zug nach Villach (Diesen Stopp legten wir übrigens nur ein, weil Erik von hier aus gut nach Deutschland kommen kann und Paul und ich nicht weit von der italienischen Grenze entfernt sind)._MG_2410.JPG
Bereits vor der Ankunft sorgten wir uns, keine Unterkunft zu finden, als wir dann vor Ort waren, sorgten wir uns weiter. Überall Hotels, aber die waren so unbezahlbar, dass wir unbedingt auf etwas anderes zurückgreifen mussten. In der Stadt hatten wir freies Internet und nutzten die Chance, um nach nahegelegenen Hostels zu googlen. Wie heißt es so schön? Wer sucht, der findet. Es gab eine Jugendherberge, die gar nicht so weit entfernt war. Die Rucksäcke wieder aufgehuckelt, ging es, der Wegbeschreibung folgend, los. Ohne große Probleme fanden wir auch besagtes Gästehaus und wurden sogleich freundlich empfangen. Die österreichische Rezeptionistin fragte neugierig, woher wir kommen und warum wir in Villach sind – wir erzählten ihr von unserer Reise und dass wir (also Erik) gerade auf dem Heimweg sind. Die Begeisterung war ihr deutlich ins Gesicht geschrieben und ihr Interesse offensichtlich. Nach kurzer Auswertung und Berichterstattung trug sie Erik und mich als Pauls Kinder in die Kartei ein und wies uns ein Viererzimmer zu – Nummer 107 im ersten Stock. Wir teilten die Betten auf und machten eine kurze Pause. Als wir dann vollständig regeneriert waren, machten wir uns auf zum Stadtrundgang. Leider gab es außer ein paar sehr hübschen Kirchen nicht viel zu sehen. Dazu kam unglücklicherweise die Tatsache, dass Sonntag war und kaum ein Laden geöffnet hatte. Trotzdem schlenderten wir mit viel Spaß und Freude durch die Straßen und setzten uns auf komische Plastikgegenstände am Ufer der Drau._MG_2386.JPG
Der Hunger packte uns und wir beschlossen einstimmig unser Abschluss-Essen richtig groß zu veranstalten. Wir suchten uns ein Plätzchen im Biergarten des Brauhofs, dessen Speisekarte uns schon in der Unterkunft empfohlen wurde. Wir bestellten als erstes eine kleine Vorsuppe: Lisa Nudelsuppe, Paul Leberknödelsuppe und Erik eine Fritattensuppe. Es folgte der Hauptgang: Lisa einen bunten Salatteller mit Truthahnbruststreifen, Paul einen Schweinebraten mit Klößen, Sauerkraut und Kartoffeln und Erik bestellte sich ein Schweineschnitzel mit Salatteller. Nebenbei wurden 6  Biergläser und ein Apfelsaft geleert. Wir sagten uns: Wenn, dann richtig! Als unser Magen nach den großen Portionen langsam wieder aufnahmefähig wurde, musste natürlich noch ein Dessert her. Kaiserschmarrn bot sich dafür hervorragend an (wenn man schon einmal in Österreich ist, muss das einfach sein).
Erwähnenswert wäre noch, dass uns an diesem Abend eine ältere Frau belustigte, die allein an dem Tisch gegenüber saß. Sie trank in der Zeit mehr Bier, als wir gemeinsam je geschafft hätten und rauchte eine Zigarette nach der anderen. Jedes Mal, wenn sie an ihrer Zigarette zog, begann sie unglaublich zu lachen – über alles und jeden. Ihr Lachen war so ansteckend, dass sich sogar die Kellner amüsierten, die beim Vorbeigehen immer eine neue Bestellung an Bier aufnehmen durften – schade, dass wir das Eintreffen ihrer Rechnung nicht mehr mitbekamen. ;-)
Vollkommen fertig und satt verließen wir den Biergarten und wanderten dann auf ziemlich direktem Wege zurück zur Jugendherberge. Dort quatschen wir noch ein bisschen und erfreuten uns an lauten Kinderstimmen auf dem Gang, als wir einschlafen wollten.

P1060396.JPG_MG_2402.JPG_MG_2394.JPG

2 Responses to Grüß Gott, wir sind in Österreich.

  1. Paul ist Vater! :)

  2. Pingback: Kundeninformation (und die Queen) | Allgemeine Gefahrenstelle